Das Herz und der Sportler

Fußballer besitzen im Vergleich zu anderen Ballsportarten das größte Herzvolumen. Langstreckenläufer übertreffen aber alle bei weitem.

Schwung um Schwung muss das Herz Blut zu den Muskeln schicken, um sie mit Sauerstoff zu versorgen. Es ist so austrainiert wie die restlichen Muskeln des Körpers – und deshalb auch deutlich vergrößert.

Gut zu wissen

Vergrößerte Pumpe

Wie häufig das Herz pro Minute schlägt, ist beim Menschen von Natur aus begrenzt. Man kann noch so viel Sport treiben, die maximale Herzfrequenz nimmt nicht zu. Als grobe Faustformel gilt die Zahl 220 minus das Lebensalter. Trotzdem muss das Herz eines Fußballprofis den Körper beim Kampf um das WM-Finale mit deutlich mehr Blut versorgen als das eines Normalmenschen die Beine beim wöchentlichen Joggen. Um das zu ermöglichen, wächst es.

Dies lässt sich einfach damit erklären, dass das Herz im Grunde nichts anderes ist als ein hohler Muskel. Wird der Herzmuskel ständig gefordert, verdickt er sich wie jeder andere Muskel auch, gleichzeitig wächst sein Hohlraum. Während ein 80-Kilo-Durchschnittsmann ein Herz mit einem Volumen von etwa 800 Millilitern hat, kommt der gleich schwere Fußballer auf etwa einen Liter. Stoppt der Sportler das harte Training, schrumpft der Herzmuskel wieder. Anders als lange vermutet, birgt das in der Regel keine Gefahr für den Körper.

 

Quelle: http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/sportlerherz-beim-fussballer-vergroessertes-herz-ohne-gefahr-a-975520.html

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