Krafttraining: sehr gut für Typ-2-Diabetiker

Bewegung und Sport sind gut für die Menschen. Auch für Menschen, die Diabetes haben oder die übergewichtig sind. Vor allem der Ausdauersport sei gut, hieß es lange Zeit. Neuerdings ist der Kraftsport in den positiven Schlagzeilen.

Keiner von uns bleibt verschont : Der altersbedingte Verlust der Ske- lettmuskulatur und die damit ver- bundene Abnahme an Körperkraft stehen jedem von uns bevor. Be- reits ab dem 25. Lebensjahr geht es los. Etwa ein Drittel der Mus- kelmasse geht zwischen dem 30. und dem 80. Lebensjahr verloren.

Muskelabbau: was tun?

Durch regelmäßiges Krafttraining kann die oben geschilderte Entwicklung bis ins hohe Alter aufgehalten werden. So konnte in einer vergleichenden Untersuchung gezeigt werden, dass Männer mit einem Durchschnittsalter von 68 Jahren, die regelmäßig Krafttraining betrieben hatten, einen identischen Muskelfasergehalt aufwiesen wie eine Vergleichsgruppe von Normalpersonen mit einem Durchschnittsalter von 28 Jahren. Durch ein Schwimm- oder Lauftraining konnten diese Ergebnisse nicht erzielt werden.

Krafttraining und Diabetes

Beim Diabetes mellitus Typ 2 ist der Glukosespiegel im Blut deshalb erhöht, weil das körpereigene Insulin nicht ausreicht, den Zucker effektiv genug in die Zellen einzuschleusen, die ihn als Brennstoff benötigen. Die Muskulatur ist dabei der wichtigste Abnehmer. Die abgeschwächte Insulinwirkung an den

Zielorganen nennt man Insulinresistenz. Die Insulinwirkung kann wieder nachhaltig verbessert werden, wenn es gelingt, überschüssige Fettdepots im Bauchbereich abzubauen. Darauf wird schon seit Jahrzehnten in allen Aufklärungsschriften und Schulungsprogrammen hingewiesen. Wie wichtig Bewegung in diesem Zusammenhang

ist, das wird erst seit kurzem angemessen gewürdigt.

In vielen klinischen Studien konnte dementsprechend gezeigt werden, dass durch regelmäßiges „Ausdauertraining“ (z. B. täglich eine halbe Stunde strammes Spazierengehen) der erhöhte Blutzucker nachhaltig gesenkt werden kann.

 

Quelle: Diabetes-Journal 10/2007 // http://www.diabetes-ratgeber.net

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