Langes Arbeiten im Knien führt zu Gelenkverschleiß

Freitag, 25. Juni 2010

Dortmund – Berufliche körperliche Belastungen, Übergewicht, Vererbung und Mannschaftssportarten sind die Hauptauslöser der Kniegelenksarthrose (Gonarthrose). Das ist das Ergebnis einer aktuellen Fall-Kontroll-Studie der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA).

Danach erhöht das Arbeiten im Knien oder in hockender Stellung das Verschleißrisiko des Kniegelenks sowohl bei Männern als auch bei Frauen. Dagegen zeigten andere berufliche Risikofaktoren wie Springen oder Treppen/Leitern steigen keinen signifikanten Zusammenhang zur Kniegelenksarthrose.

Neben beruflichen Risikofaktoren können laut den Experten zudem Übergewicht, genetische Disposition und bestimmte Sportarten die Gefahr einer Kniegelenksarthrose erhöhen. So bewertet die Studie besonders Mannschafts- und Kampfsport fast durchgängig als „eher schädlich für das Knie“.

Hier könnten Knieverletzungen auftreten, die nicht bemerkt werden und dem Verschleiß Vorschub leisten. Dagegen seien beispielweise Wassersport, unterschiedliche Individualsportarten sowie ein gezieltes Rückentraining besonders geeignet, um einer Kniegelenksarthrose vorzubeugen.

Bei Frauen spielen zusätzlich Fehlstellungen des Beines (X-/O-Beine), Kniebeschwerden in der Kindheit und schweres Heben und Tragen eine Rolle. Langes und häufiges Sitzen wirkt bei Frauen hingegen einem Verschleiß des Kniegelenks entgegen. © hil/aerzteblatt.de

 

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