Mehr Milchfett, weniger Infarkte

Noch immer wird milchfett aufgrund seines hohen Gehalts an gesättigten Fettsäuren für schädlich gehalten und zur herzinfarkt- prophylaxe magermilch für Jung und alt empfohlen. Die wissenschaftliche evidenz zeigt ein völlig anderes bild, denn Langzeit- beobachtungsstudien ergaben mehrheitlich, dass ein hoher Konsum von milchfett mit geringeren cholesterinwerten, seltenerem auftreten eines metabolischen Syndroms und mit einem verminderten Infarktrisiko einhergeht. Daher darf, wer nach der LOGI- methode isst, auch vollfette milchprodukte genießen.

 

Die jüngste Studie zu diesem Thema stammt aus Schweden, wo man sich nicht auf die Befragung der rund 1.000 Teilnehmer verließ, sondern ihr Blut auf das Vorhandensein spezieller Fettsäu- ren untersuchte, die spezifisch für Milchfett sind (gesättigte C15- und C17-Fettsäuren). Damit steht ein valider Biomarker für die konsumierte Milchfettmenge zur Verfügung. Je höher der C15- und C17-Anteil im Blut war, also je mehr Milchfett konsumiert wurde, desto geringer war das Risiko für einen ersten Herzinfarkt. Dieses Ergebnis galt für Männer im Trend, für Frauen war es signifikant. Eine Aufschlüsselung in ver- schiedene Milcherzeugnisse ergab ein signifikant geringeres Infarktrisiko beim höchsten Käsever- zehr sowie bei den Männern beim höchsten Ver- zehr von fermentierten Milchprodukten.

Warensjö, E et al: Biomarkers of milk fat and the risk of myocardial infarction in men and women: a prospective, matched case-control study. American Journal of Clinical Nutrition 2010, online Publikation vom 19. Mai

 

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